Wärmekataster · Anlagensimulation · BEW-Förderung
Machbarkeitsstudie und Vorplanung Fernwärmenetz Friedrichweiler
Machbarkeitsstudie und Vorplanung Fernwärmenetz Friedrichweiler
Für den Ortsteil Friedrichweiler wurden im Rahmen einer Machbarkeitsstudie nach dem Förderprogramm Wärmenetze 4.0 verschiedene Konzepte für eine neue Fernwärmeversorgung mit hohem regenerativem Anteil untersucht. Auf Basis eines Wärmekatasters und einer Anlagensimulation wurden Varianten mit Solarthermie, Biomasse und Hochtemperatur-Wärmepumpe ökologisch und wirtschaftlich bewertet und in den Leistungsphasen 1 und 2 grob dimensioniert. Zusätzlich begleitete das Team den Förderantrag und den Wechsel in die Bundesförderung effiziente Wärmenetze.
Die Gas- und Wasserwerke Bous-Schwalbach lassen im Rahmen einer Machbarkeitsstudie für die BAFA-Förderung „Wärmenetze 4.0“ verschiedene Nahwärmeversorgungskonzepte für den Ortsteil Friedrichweiler untersuchen und hinsichtlich Förderfähigkeit und Ökologie bewerten. TEAM FÜR TECHNIK erstellte hierzu als Grundlage ein Wärmekataster und analysierte im Weiteren mögliche Abwärme- und Umweltpotenziale. Es wurden unter anderem auch Hochtemperaturspeichertechnologien untersucht. Durch örtliche Gegebenheiten sind die Wärmequellen für Wärmepumpen stark eingeschränkt. Es wurden daher Konzepte mit hohem Anteil an solarer Wärme, Biomasse und moderatem Anteil an Hochtemperatur-Wärmepumpen untersucht und anhand der CO2-Emissionen und der Wirtschaftlichkeit bewertet. Es wurden Wärmegestehungskosten sowie eine Preisformel berechnet. Die Konzeptentwicklung erfolgte iterativ mit Einsatz von Anlagensimulation und in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber. TEAM FÜR TECHNIK übernahm je Variante die Grobdimensionierung der Komponenten Energieerzeugung, Netz und Übergabestationen. Insbesondere wurde auf den Platzbedarf der Solarthermieanlage und einer möglichen Biomassenutzung eingegangen. Mögliche Lieferanten für Hackschnitzel wurden im Vorfeld bestimmt. Zur Unterstützung bei der Entscheidungsfindung potenzieller Endkunden wurden Beispielfälle (zum Beispiel saniertes und unsaniertes Einfamilienhaus) mit alternativen Versorgungskonzepten (Pelletkessel, Luft-Wärmepumpe, Sole-Wärmepumpe) auf Vollkostenbasis verglichen und übersichtlich dargestellt. TEAM FÜR TECHNIK unterstützte rund um den Förderantrag und auch beim Wechsel von Wärmenetze 4.0 auf die Bundesförderung effiziente Wärmenetze (BEW). In der favorisierten Variante werden ca. 240 Anschlüsse über ein Fernwärmenetz mit ca. 6 km Trassenlänge versorgt. Die Energieerzeugung übernimmt in den Sommermonaten vor allem eine Solarthermieanlage mit 4.000 m² Kollektorfläche und 300 m³ Speicher. Unterstützt wird dies durch eine 300 kW Hochtemperatur-Wärmepumpe mit natürlichem Kältemittel und zwei Biomassekessel mit insgesamt 2 MW Leistung. Die Absicherung erfolgt über einen Flüssiggaskessel.
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