Auf dem E-Campus-Areal in Freiburg werden sechs öffentliche Gebäude, darunter Schulen, Rathäuser und eine Kita, zu einem gemeinsamen Wärme-, Strom- und Datenverbund zusammengeschlossen. Kern sind ein gestuftes Wärmenetz auf zwei Temperaturniveaus, Grundwasser-Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen mit gebäudeübergreifender Eigennutzung über ein elektrisches Ringnetz sowie eine Redox-Flow-Batterie und Wärmespeicher. TEAM FÜR TECHNIK plante Infrastruktur, Versorgungstechnik und Gebäudeautomation und erarbeitete die begleitende Energiekonzeption mit Simulations- und Wirtschaftlichkeitsberechnungen.
Das „E-Campus Areal“ in Freiburg besteht aus insgesamt sechs Hauptgebäuden: Berufsschulzentrum, Max-Weber-Schule, Rathaus im Stühlinger 1, Rathaus im Stühlinger 2, Technisches Rathaus und Kita. Dabei handelt es sich um öffentliche Gebäude unterschiedlichen Alters mit unterschiedlichen Anforderungen an die Gebäude-Heizsysteme. Durch das Projekt soll das lokale Potenzial erneuerbarer Energien bestmöglich ausgeschöpft und effizient genutzt werden. Hauptziel ist die Erstellung eines Wärme-, Strom- und Datenverbundes der Liegenschaften. Dies wird erreicht durch: • Bau eines gestuften Wärmenetzes auf zwei Temperaturniveaus zur effizienten Versorgung sowohl der älteren als auch der neueren Gebäude • Bau eines elektrischen Ringnetzes mit Übergabestation, Anschlüssen, Trafos und Schaltanlage zur gebäudeübergreifenden Photovoltaik-Stromeigennutzung • messwert- und prognosebasierte, intelligente und übergeordnete Steuerung der Einheiten zur klimawirksamsten Versorgung der Liegenschaften mit Strom, Wärme und gegebenenfalls Kälte • Errichtung von Photovoltaikanlagen auf den Dächern und zusätzlichen Flächen • Erweiterung und Ausbau der Geothermie-Nutzung aus Grundwasserbrunnen mittels Wärmepumpen • Nutzung von Photovoltaik-Strom für die Wärmepumpen • Bau einer besonders klimafreundlichen Vanadium-Redox-Flow-Batterie sowie mehrerer Wärmespeicher zum zeitlichen Ausgleich von Energieerzeugung und -bedarf TEAM FÜR TECHNIK wurde für die Infrastruktur, die Versorgungstechnik, die Gebäudeautomation sowie die übergeordnete und planungsbegleitende Energiekonzeption beauftragt. Im Rahmen der Energiekonzeption wurden verschiedene Wärmenetztopologien und Versorgungsvarianten erarbeitet und verglichen. Der Vergleich erfolgte anhand detaillierter Simulations- und Wirtschaftlichkeitsberechnungen. Die Konzeption umfasste neben dem Bereich Wärme und Wärmenetz ebenso die Stromversorgung und deren Zusammenspiel mit den anderen Sektoren. Der Leistungsbereich Wärme liegt bei ca. 4,1 MW, der Anteil an Wärmepumpen beträgt ca. 2,4 MW, der Leistungsbereich der Photovoltaikanlagen liegt bei ca. 2,2 MW. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert.
Wärmepumpe, Photovoltaik und Eigenstrom, Geothermie und Grundwasser
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