TGA-Planung · Laborplanung · Technische Gase
Forschungsbau ZIP der TU München in Freising-Weihenstephan
Forschungsbau ZIP der TU München in Freising-Weihenstephan
Für das neue Forschungszentrum für integrierte Infektionsprävention der Technischen Universität München in Weihenstephan plante TEAM FÜR TECHNIK die technische Gebäudeausrüstung. Der Neubau umfasst Laborbereiche der Sicherheitsstufen S2 und S3 sowie Büro- und Kommunikationsflächen, die Anlagentechnik ist für flexible Laboreinheiten ausgelegt. Kältemaschinen mit dem natürlichen Kältemittel CO2 decken die hohen Kältelasten, ihre Abwärme kann ins Heizungsnetz eingespeist werden. Hinzu kommen eine aktive Druckregelung und Hochdrucknebellöschanlage im BIO3-Bereich sowie die Versorgung mit technischen Gasen.
Am Standort Weihenstephan wird für die Technische Universität München ein Forschungszentrum für integrierte Infektionsprävention (ZIP) errichtet. Der Neubau mit einer Nutzungsfläche 1 – 6 von 2.465 m² umfasst neben Laborbereichen der Kategorien S2 (900 m²) und S3 (72 m²) auch Büro- und Kommunikationsflächen sowie die dafür notwendigen Nebenräume, Technik- und Verkehrsflächen. Planungsauftrag war es, die Büro- und Laborflächen möglichst flexibel zu planen, damit Laborbereiche für andere Forschungen mit geringem Umbau umgebaut werden können. Daher wurde die Anlagentechnik so aufgebaut, dass zum Beispiel die Laboreinheiten in 25-m²-Einheiten geplant wurden, die im Bereich der Anlagentechnik nur über Eingriffe in der Regelungstechnik zu größeren Einheiten umgestaltet werden können. Für die Bereiche der Sicherheitsstufe 3 (BIO3-Labore) wurde lüftungsseitig eine aktive Druckregelung vorgesehen. Für den Brandfall im BIO3-Bereich wurde eine Hochdrucknebellöschanlage geplant. Zur Deckung der hohen Kältelasten in den Laborbereichen wurden Kältemaschinen mit dem natürlichen Kältemittel CO2 ausgelegt. Die Abwärme der Kältemaschinen kann bei Bedarf dem Heizungsnetz zugeführt werden. Die Bürobereiche wurden mit einer kombinierten Heiz- und Kühldecke ausgestattet. Die Laborbereiche wurden flächendeckend mit technischen Gasen versorgt. Dazu gehörte auch ein Gasgemisch mit einem Wasserstoffanteil von bis zu 10 %. Für alle Gase wurde in einem ebenfalls neu errichteten Nebengebäude ein Gasflaschenlager errichtet. Das Gasflaschenlager war durch in Schutzrohren im Erdreich verlegte Leitungen mit dem Hauptgebäude verbunden.
Abwärmenutzung, Hitzeschutz und Kälte, Sonderanlagen und Prozesstechnik
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