Wärmeversorgung MD-Gelände Dachau
Auf dem ehemaligen Gelände der MD Papierfabrik in Dachau entsteht ein neues Wohn- und Mischgebiet, das über eine neue Heizzentrale und ein Wärmenetz der Stadtwerke Dachau versorgt wird. Team für Technik ist mit der Generalplanung inklusive Architektur und Tragwerksplanung beauftragt und hat Simulationen, Wirtschaftlichkeitsberechnungen und die Fördermittelgewinnung nach BEW begleitet. Empfohlen wird eine Erzeugung aus Hochtemperatur-Wärmepumpen mit Flusswasser als Quelle und Holzhackschnitzelkesseln.
Auf dem ehemaligen Gelände der „MD Papierfabrik“ in Dachau soll ein neues Wohn- und Mischgebiet entstehen. In mehreren Bauabschnitten entstehen hauptsächlich große Mehrfamilienhäuser zu Wohnzwecken, teilweise mit Gewerbeeinheiten. Für das Neubaugebiet soll eine Wärmezentrale und ein Wärmenetz geplant und gebaut werden, das die Stadtwerke Dachau bauen und betreiben. Die Nutzfläche beträgt hierbei ca. 160.000 m² und die benötigte Wärmeleistung ca. 4,5 MW. Im Rahmen der Planung soll allerdings die Versorgung von weiteren Potenzialgebieten in der Umgebung mitgedacht werden, sodass die Gesamtleistung im Endausbau ca. 16 MW beträgt. Team für Technik wurde hierfür mit der Generalplanung für die Heizzentrale inklusive Wärmeerzeugung und Wärmenetz beauftragt. Architektur, Tragwerksplanung und Freianlagen sind auch Teil des Auftrags. Neben den Grundleistungen gemäß der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) wurden in früheren Planungsphasen Simulationen, Optimierungen der Netzstruktur und Erzeugung sowie Wirtschaftlichkeitsberechnungen nach VDI 2067 durchgeführt und Zuarbeit bei der Fördermittelgewinnung geleistet. Die Konzeption der Wärmeerzeugung und der Wärmeverteilung orientiert sich an den Anforderungen des Förderprogramms Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW), da für die weitere Realisierung eine Förderung nach Modul 2 und gegebenenfalls nach Modul 4 angestrebt wird. Aktuell wird eine Versorgung empfohlen, die auf 5 MW Hochtemperatur-Wärmepumpen mit der Quelle Flusswasser sowie 3 MW Holzhackschnitzel-Kesseln basiert. Es werden ausschließlich natürliche Kältemittel verwendet. Die Absicherung erfolgt mit Gaskesseln und zur dynamischen Strombereitstellung wird zusätzlich ein Blockheizkraftwerk vorgesehen. Im Rahmen der Leistungsphase 1 wurde auf Basis der Daten aus der Kommunalen Wärmeplanung sowie aus eigenen Hochrechnungen für das Neubaugebiet eine Ist-Analyse der Wärmebedarfe durchgeführt. Die Potenzialanalyse für erneuerbare Energien ergab vor allem die Nutzung des „Mühlbachs“ als Wärmequelle für die Wärmepumpen. Der Pfad zur Treibhausgasneutralität wurde entsprechend berücksichtigt beziehungsweise bei jeder Variante mit aufgezeigt.
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