Fachinformation Regelungs- und Gebäudeleittechnik

 

Entwicklungen und Tendenzen der Regelungs- und Gebäudeleittechnik


Ist-Zustand und Problemstellung
Die digitale Regelungstechnik versorgungstechnischer Anlagen ist seit langem eingeführt und hat die Analogtechnik verdrängt. Derzeit beherrschen jedoch nach wie vor herstellerbezogene Systeme den Markt die untereinander inkompatibel sind. Gerade bei größeren Liegenschaften besteht jedoch das Bedürfnis bei anstehenden Erweiterungen zur „alten“ herstellerbezogenen Regelungstechnik ein kompatibles System zu finden. Neben der Vereinfachung der technischen Betriebsführung sind hier vor allen Kostengründe ausschlaggebend. Es kommt nicht selten vor, dass sich eine Firma mit ihrem Fabrikat bei der Ausschreibung der Erstausstattung einer Liegenschaft extrem günstig einkauft und auf spätere Gewinne bei anstehenden Erweiterungen spekuliert. Daher entstand auf Bauherrenseite der Wunsch zur Normierung von Datenprotokollen die eine Kompatibilität zwischen unterschiedlichen Herstellern erlauben.

Ansätze zur Problemlösung
Das Ergebnis der ersten Entwicklungen bei der Normierung war die sogenannte FND (firmenneutrale Datenübertragung) und der sogenannte PROFIBUS. Rückblickend hat sich diese Technik jedoch nicht durchgesetzt.

Heute ist in der Haustechnik die Datenübertragung über BACNET in aller Munde. Bei BACNET handelt es sich um ein Kommunikationsprotokoll für den firmenneutralen Datenaustausch in der Gebäudeautomation. Das Protokoll verfügt über internationale Anerkennung durch verschiedene Normierungsgremien (ISO 16484-3, ENV 1805-1, ENV 13321-1).

Ausblick
Die Marktbeobachtung und -analyse ist heute trotz der Verfügbarkeit des genormten Kommunikationsprotokolls BACNET eine entscheidende Planungsaufgabe. Dabei gilt es das Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen anhand der Größe und der zukünftigen Erweiterbarkeit einer Liegenschaft richtig einzuschätzen und die passende Regelungstechnik auszuwählen.