Hauptpost Grottenau

Foto: Knoche Architekten

Umbau der ehemaligen Hauptpost Grottenau

Verwandlung des ehemaligen Postamts in eine Universität

Zielsetzung

Das Denkmalgeschütze Gebäude der Hauptpost Augsburg soll teilsaniert und durch die Integration zusätzlicher technischer Gebäudeausrüstung für die Neunutzung erweitert werden. Für die künftige Nutzung als Universitätsgebäude des Leopold-Mozart-Zentrums soll ein Konzertsaal, Übungsräume und Unterrichtsräume entstehen. Neben dem Leopold-Mozart-Zentrum werden zwei Geschosse künftig von den städtischen Ämtern, dem Verkehrsüberwachungsdienst sowie dem Amt für Kinder, Jugend und Familie genutzt. Planungsanforderung ist ein umweltschonender und nachhaltiger Betrieb sowie ein verringerter Energieverbrauch der neuen sowie der sanierten Haustechnikkomponenten bei größtmöglicher Kosteneinsparung durch gleichzeitige Weiternutzung der noch nutzbaren Bestandssysteme.

Herausforderungen

Die Herausforderung des Umbaus liegt in der Integration neuer Anlagentechnik in einem denkmalgeschützen Gebäude. Die zusätzlichen Kanäle, Rohrleitungen und Komponenten müssen in einen größtenteils bestehenden Schacht und Abhangdeckensystem integriert werden und sollen zur Gewährleistung der historischen Architektur nicht sichtbar sein. 

Zudem muss die gesamte Haustechnik des 1905 erbauten Gebäudes auf den aktuellen Stand der Technik umgebaut werden. Hierzu werden unter anderem eine geregelte Schmutz- und Regenwasserentwässerung, Feuerlöschanlagen, sowie Lüftungsanlagen und Gebäudeautomation für die geplante Nutzung umgesetzt. 

Neben den baulichen Zwängen des Bestandgebäudes ist auch die wirtschaftliche Abwicklung der Sanierung eine entscheidende Aufgabe. Das bestehende Rohrnetz der Heizanlage soll weiterhin verwendet werden und lediglich um weitere Stränge und den Austausch der Heizverteilung erweitert werden.

Lösungen

Für die Anforderungen an die Nachhaltigkeit des Gebäudes bei geringstmöglichen Investitionskosten, wurde eine intensive Untersuchung des Bestandsgebäudes durchgeführt. Als Lösung wurden für alle Haustechnikgewerke die mindestnotwendigen Maßnahmen mit den zu erwartenden Kosten gegenübergestellt. Als Ergebnis wurden unter anderem ein Fernwärmeanschluss mit neuer Fernwärmestation für die Wärmeversorgung, mechanische Lüftungsanlangen mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung für die Konzertsaallüftung sowie dezentrale Kälteanlagen zur Versorgung der Serverräume realisiert. Das Bestandsheizungsnetz sowie die vorhandenen Heizkörper wurden größtenteils beibehalten, saniert und um weitere Stränge für die neuen Bereiche erweitert.

Nutzen

Sauberes Wasser

Sanierung des Grundleitungssystem und Erweiterung des gesamten Schmutzwassersystems mit Hebeanlagen.

Frische Luft

Die frische Außenluft wird mechanisch über Raumlufttechnische Anlagen in das Gebäude gebracht. Durch den Einsatz von CO2-Sensoren im Konzertsaal wird die Luftmenge variabel geregelt und garantiert eine Einhaltung der Grenzwerte.

Regenerative Energie

Durch den Anschluss an die Fernwärme und die Wärmerückgewinnung der RLT Anlagen wird die Hauptpost Grottenau nachhaltig und klimafreundlich mit Wärme versorgt.

Energieeffizient

Die Betriebskosten für die Energie reduzieren sich durch den anlagenoptimierten Betrieb und die eingesetzte energieeffiziente Anlagentechnik. Zur Optimierung der Verbrauchskosten wurde eine Gebäudeautomation mit Aufschaltung auf die Überwachung der Stadtwerke Augsburg konzipiert.

Projektsteckbrief

  • Projekt: Umbau Hauptpost Grottenau
  • Ziel: Umbau in ein Büro- und Leersaalgebäude
  • Leistungsphasen: 1 – 8
  • Gewerke: HLSK, Feuerlöschanlagen, GA 
  • TGA-Kosten: 1,8 Millionen € netto 
  • Fertigstellung: 2020
  • Architekt: Knoche Architekten in Arbeitsgemeinschaft mit Michael Schmid Architekten
  • Bauherr: Augsburger Gesellschaft für Stadtentwicklung & Immobilienbetreuung GmbH

#Sanierung #Denkmalschutz #historische+Gebäude

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